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Salzelektrolyse oder Chlor – Die beste Wasserpflege

Salzelektrolyse oder Chlor – Die beste Wasserpflege

An heißen Sommertagen bietet ein eigener Pool die Annehmlichkeit, das erfrischende Bad weit ab von überfüllten Freibädern zu genießen – vorausgesetzt, die Wasserqualität stimmt. Erfahrene Poolbetreiber wissen, dass vor, während und nach der Saison eine regelmäßige Pflege notwendig ist. Pflegezugaben verhindern unschönen Algenbefall und sorgen für hygienisch tadelloses Wasser. Neben Chlorprodukten stehen Salzelektrolyse-Anlagen zur Auswahl. Was ist nun besser: Salzelektrolyse oder Chlor?

Miniozean im Garten: die Salzelektrolyse-Anlage

Salzelektrolyse AnlageGanz ohne einen Geruch und das umständliche Befüllen mit Tabs, Granulat oder Gas kommen Salzelektrolyse-Anlagen aus. Das Poolsalz besteht aus gereinigtem Kochsalz (NaCl). Durch einen elektronisch gesteuerten Elektrolysevorgang innerhalb der Systemeinheit spaltete sich das Salz in die Bestandteile Natron und Hypochloridgas auf. Dieses Chloridgas reagiert mit den Bakterien und Mikroorganismen.

Die Abfallprodukte dieser chemischen Reaktion verbinden sich nach einem bestimmten Zeitraum mit dem vorher frei gewordenen Natron wieder zu Salz. Ein geschlossener Kreislauf entsteht. Bei einem ausreichenden Salzgehalt von 0,3 bis 0,5% ahmt der Pool die natürlichen Vorgänge der Weltmeere nach. Das entspricht 10% der Salzkonzentration in der Nordsee oder soviel, wie die Tränenflüssigkeit des Auges.

Das Miniökosytem kommt, mit der ausreichenden Salzmenge befüllt, für den Rest der Saison ohne weitere chemische Zugaben aus. Durch Verdunstung und Spritzwasser geht im Laufe der Zeit Wasser verloren. Bei einem Frischwasserzulauf sollte gleichzeitig der Salzgehalt geprüft und die wenigen Kilo Natriumsalz nachgefüllt werden. Die Kontrollen sind weit weniger aufwendig und seltener, als beim Chlorbetrieb. Durch einen Bypass ist die Montage an bestehenden Poolanlagen nachträglich möglich.

Die Vorteile der Salzelektrolyse im Fernduell Salzelektrolyse oder Chlor

+ Man kann das Reizen der Bindehaut der Augen vermeiden.
+ Umweltschonend.
+ Beckenwände bleichen weniger schnell aus

 

Das angenehm weiche Wasser ohne Chlorgeruch vermeidet gereizte Bindehaut der Augen und schont die Umwelt. Menschen, die allergische Reaktionen auf Chlor zeigen, erfreuen sich an dem Badespaß. Stimmen die weiteren Parameter, wie der ph-Wert, bleichen Beckenwände weniger schnell aus. Filterpumpen, Rohre und andere Einbauteile aus Kunststoff oder V4A Metall vermeiden eine vorzeitige Korrosion.

Genaue Kontrolle ist bei Chlor-Einsatz unerlässlich

Preisgünstiger Einsatz von Chlor - (Salzelektrolyse oder Chlor)Die übliche Methode, Poolwasser vor Keimen und Bakterien zu schützen ist die Aufbereitung durch Chlor. Granulate oder Tabletten werden in ausreichender Menge im Skimmer deponiert. Dort lösen sie sich über Tage und Wochen langsam auf und entfalten ihre desinfizierende Wirkung. Durch Witterungseinflüsse, Sonneneinstrahlung und organische Verschmutzung durch Laub schwankt der erforderliche Chlorgehalt. Auch kommt es sich darauf an, wie häufig der Pool genutzt wird. Mit den entsprechenden Messgeräten muss der Poolbetreiber regelmäßig die Chlorkonzentration kontrollieren. Der ph-Wert, das verwendete Wasser und die Chlorkonzentration stehen im Idealfall in einem ausgewogenen Verhältnis. Ist zu wenig Chlor im Wasser gelöst, finden die Mikrobakterien ideale Voraussetzungen, um sich zu vermehren. Überdosierung kann zu Reizungen der Schleimhäute führen oder Allergien verursachen. Auch Algen mögen kein chloriertes Wasser. Sie stellen das Wachstum ein.

Dosierautomaten erleichtern die Wartungsarbeiten

Aufwendiger sind Dosierautomaten, die den Ist- mit dem Sollzustand der Wasserbedingungen selbstständig erfassen und die entsprechende Menge des notwendigen Produktes dem Wasser beigeben. Das Flüssigchlor ist in Kanistern erhältlich, die mittels einer Dosierpumpe an das System angeschlossen sind. Um Risiken beim Wechsel der Kanister zu vermeiden, sind die Sicherheitshinweise der Hersteller zu beachten. Entweichende Dämpfe wirken vorwiegend auf die Atemwege und können unter Umständen Reizungen der Schleimhäute verursachen.

Sicherer zu handhaben und besser zu dosieren sind geschlossene Systeme, bei denen Chlorgas das Wasser desinfiziert. Über einen Druckmittler strömt das Gas aus den Vorratsflaschen exakt dosiert in das Wasser. Die Geräte arbeiten nach den strengen Sicherheitsverordnungen der DIN 19606. Ein Vakuum sichert das Dosiersystem, sodass selbst bei beschädigten Anlagen kein Gas austreten kann.

Poolexperten-Tipp zur Diskussion: Salzelektrolyse oder Chlor – Umgang mit Chlor

Der Poolexperten-TippBadegäste geben durch Schweiß, Hautschuppen und Haare Harnstoffe in das Wasser ab. Diese reagieren mit dem Chlor, es entsteht Trichloramin, das den typischen Geruch in der Nähe des Pools verbreitet. Gewissenhaftes Duschen vor und nach dem Poolbesuch und eine konsequente Hygiene vermeidet diesen Nebeneffekt.

Dieser Beitrag wurde am von Poolexperte in Pool, Poolreiniger veröffentlicht.
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