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Poolfolie verlegen – Anleitung zum Selbermachen

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Die kalte Jahreszeit ist vorbei, der neue Pool oder die neue Poolfolie für den Ersatz einer verschlissenen steht bereit. Wenn pünktlich zum Beginn der Saison das Badevergnügen beginnen soll, wird es jetzt Zeit für den Aufbau des Pools und das Verlegen der Poolfolie. Allerdings ist gerade das richtige Verlegen der Poolfolie für viele eine echte Herausforderung. Lesen Sie hier, wie Sie die Poolfolie richtig verlegen.

Pool vorbereiten

Vor dem Verlegen der neuen Poolfolie muss der Pool selbst entsprechend vorbereitet werden. Bei handelsüblichen Aufstellbecken in der Form der bewährten Stahlwandbecken müssen Sie dieses natürlich bereits aufgestellt haben. Auch der Kunststoffpool oder fest gemauerte Pool bedarf einer speziellen Vorbereitung, bevor die Poolfolie verlegt werden kann.

In einem ersten Schritt entfernen Sie alle Verunreinigungen, Steinchen und andere Fremdkörper aus dem Pool. Bei Aufstellbecken empfiehlt es sich, eine gewisse „Polsterung“ unter die Poolfolie zu bringen. Dazu bringen Sie an den Wänden eine Seitenwandisolierung an.

Anschließend untersuchen Sie den Poolboden noch einmal gründlich nach Fremdkörpern. Der Poolgrund sollte so eben wie nur möglich sein. Wer es besonders gut machen und die Pool Innenhaut schützen will, kleidet den Boden mit einem Bodenvlies aus. Dieses muss zwingend genau auf Maß geschnitten und sauber verlegt werden. Ist der Pool für das Verlegen der Beckenfolie vorbereitet, geht es jetzt an die eigentliche Arbeit des Verlegens der Poolfolie.

Poolfolie verlegen – Schritt für Schritt

Für das Verlegen der Poolfolie sollte die Umgebungstemperatur zwischen 18 und 25° liegen, es sollte möglichst trocken sein und je nach Beckengröße und Anzahl der Helfer sind ein bis zwei Stunden für das Verlegen der Poolfolie einzuplanen. Beim Verlegen der Poolfolie haben Werkzeuge oder irgendwelche andere Gegenstände im Pool nichts zu suchen. Tragen Sie bitte beim Verlegen der Folie auch keine Schuhe. Empfehlenswert ist die Arbeit in dicken weichen Socken. Auch Ihre Kleidung untersuchen Sie vorher nach spitzen oder scharfkantigen Elementen, von denen Sie sich jetzt trennen müssen. Ebenso sollten Sie auf jeglichen Schmuck während der Arbeit verzichten. Auch allzu lange Fingernägel sind keine guten Helfer beim Verlegen der Poolfolie.

Schritt 1 – Poolfolie auslegen

Zuerst schaffen Sie die Poolfolie möglichst noch als Paket in die Mitte des Pools. Dort breiten Sie die Folie Stück für Stück aus. Dabei sollten Sie die Seitenwände der Poolfolie immer wieder nach (oben) innen umschlagen. Beim Auslegen der Folie können Sie diese jetzt schon Stück für Stück mittig zentrieren. Empfehlenswert ist es, zunächst einen Halbkreis auszulegen. Die andere Hälfte breiten Sie anschließend aus. So haben Sie auch immer genügend Standfläche.

Beim Ausbreiten der Poolfolie achten Sie zusätzlich darauf, dass die werkseitig vorbereitete Kante am Übergang zwischen Boden und Wand rundum in einem gleichmäßigen Abstand zur Poolinnenwand verlegt wird. Das ist wichtig, damit auch das faltenfreie Verlegen an der Wand problemlos verläuft

Schritt 2 – Poolfolie an den Poolwänden auslegen

Die eigentliche Herausforderung für viele Poolbesitzer ist das Verlegen der Poolfolie an den Beckenwänden. Aber auch das kann einfacher sein, als geglaubt. Günstig ist es hier, wenn Sie mit ein bis zwei Helfern arbeiten können. Aber auch allein lässt sich das bewerkstelligen, sofern der Pool selbst ordnungsgemäß und standsicher aufgebaut ist.

Als kleine Helfer beim Verlegen der Poolfolie an den Beckenwänden empfehlen sich je nach Bauart des Pools straffe Wäscheklammern oder bei Pools mit breitem Beckenrand oder ebenerdig eingebrachten Pools geeignete Gegenstände zum Beschweren. Bei Stahlwandbecken und Kunststoffbecken legen Sie jetzt auch das umlaufende Klemmprofil bereit.

Jetzt arbeiten Sie sich Schritt für Schritt mit der Poolfolie an der Beckenwand entlang. Ziehen Sie dazu die Folie vorsichtig nach oben, den Überschlag legen Sie über den Beckenrand und fixieren diesen mit Klammern oder beschweren ihn mit den bereitgelegten geeigneten Beschwerern. Ist die Folie mit einer Keilbiese ausgestattet, bringen Sie diese jetzt Stück für Stück in das Profil ein. Dabei arbeiten Sie sich in einem Abstand von jeweils etwa 30 bis 50 Zentimetern um den Pool. Schon jetzt können sie dabei größere Falten immer wieder korrigieren.

Je nach Bauweise des Pools und Ausführung der Folie und entsprechend der Außentemperaturen kann die Folie passgenau anliegen, leicht spannen oder auch relativ lose liegen. Alles das ist kein Problem. Vorsicht jedoch bei zu großer Spannung oder bei zu „lässiger“ Lage. Hier kann es beim Befüllen unter ungünstigen Umständen zu Rissen oder unschönen großen Falten kommen.

Schritt 3 – Poolfolie ausgleichen und am Beckenrand fixieren

Ist die Poolfolie rundum verlegt, gleichen Sie jetzt Stück für Stück die Poolfolie noch einmal aus. Dabei achten Sie nochmals auf die gleichmäßigen Abstände der Randnaht am Boden und auf eine möglichst faltenfreie Verlegung an der Wand. Jetzt bringen Sie die Poolfolie auch passgenau in die Profile ein, befestigen wo vorhanden das Klemmprofil und den Handlauf. Bevor Sie zum letzten Schritt der Befüllung kommen, überprüfen Sie die Lage der Folie nochmals auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Folie am Boden und an den Wänden.

Schritt 4 – Einbauten montieren

Sind für den Pool Einbauten wie Leuchten, Zu- und Abflüsse zu montieren, dann ist dies jetzt der nächste Schritt. Hier verfahren Sie nach den Anweisungen der Poolhersteller. Wenn Sie sich das nicht selbst zutrauen, sollten Sie einen geeigneten Fachmann hinzuziehen. Das muss nicht der Poolbauer sein. Auch jeder fachlich versierte Klempner oder Wasserinstallateur sollte in der Lage sein, entsprechende Einbauten am Pool exakt einzubringen.

Schritt 5 – Wasser marsch

Ist die Poolfolie verlegt, geht es jetzt an die Befüllung des Pools. Dazu legen Sie einen geeigneten Schlauch auf den Boden des Pool und lassen dann das erste Wasser möglichst mit wenig Druck in den Pool ein. Bis zu einem Füllstand von etwa 2 Zentimetern können jetzt noch kleinere Korrekturen vorgenommen werden. Dabei gehen Sie in kleinen Schritten und besonders vorsichtig vor. Der Druck des Wasser sollte jetzt auch die Bodenkanten exakt in den Winkel zwischen Boden und Wandung drücken.

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, können Sie jetzt den Pool vollständig befüllen. Kleinere Falten ziehen sich durch den Wasserdruck selbsttätig aus der Folie. Im Ergebnis erfreuen Sie sich jetzt an der selbst verlegten Poolfolie und einem frischen Pool pünktlich zum Saisonstart.

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