PoolExperte Wissen - immer für Sie da

Pool Blog - Blog rund um das Thema Pool


Im Wissensbereich finden Sie interessante Informationen rund um das Thema Poolbau, Poolreinigung und mehr.
Energie sparen beim Betrieb eines privaten Schwimmbades

Energie sparen beim Betrieb eines privaten Schwimmbades

Ob eher kleiner Pool im Garten, großzügiges Schwimmbecken im Haus oder klassischer Swimmingpool im Garten, jedes Badevergnügen bedarf eines gewissen Einsatzes an Energie. Wo die teuren Energiefresser im Schwimmbad sind und wie Sie mit intelligenter Technik und klugen Maßnahmen Energie sparen können, zeigt Ihnen dieser Beitrag.

Das Gesetz von der Erhaltung der Energie

Uns allen ist aus dem Physikunterricht der Energieerhaltungssatz bekannt. Der besagt, dass in einem geschlossenen System Energie nicht einfach verschwindet, sondern bestenfalls in andere Energieformen umgewandelt wird. Leider gilt das nur für geschlossene Systeme. Kommt ein solches System mit anderen Systemen in Berührung, kann Energie auch ausgetauscht werden. Das findet ständig auch im Schwimmbad statt.

Besonders deutlich wird das beim Wärmeverlust beispielsweise in beheizten Schwimmbecken. Hier wird durch den Wärmeaustausch im Wasser und durch die Verdunstung dem Schwimmbadwasser fortlaufend Energie entzogen, die dann an die Umgebungsluft abgegeben wird. In der Folge kühlt sich das Poolwasser ab und muss für den erwünschten Komfort immer wieder neu nachgeheizt werden.

Auch die Umgebungsluft beispielsweise in einer geschlossenen Poolhalle oder eines im Haus befindlichen Pools verändert sich fortlaufend hinsichtlich ihrer Temperatur und der Sättigung mit Luftfeuchtigkeit.

Die Einsicht in diese physikalischen Vorgänge ist die Voraussetzung für Überlegungen, wie mit der eingesetzten Energie im Schwimmbad sparsam und ökonomisch sinnvoll umgegangen werden kann.

Energie im Schwimmbad halten

Wenn klar ist, dass die vorhandene Energie in einem geschlossenen System nicht einfach verschwinden kann, bedeutet das im Umkehrschluss, dass ein Schwimmbad nach energiesparenden Grundsätzen ein möglichst geschlossenes System sein sollte. Selbstverständlich muss dafür die Poolhalle nicht zur luftdicht abgeschlossenen Zone erklärt werden.

Sinnvoll ist es allerdings besonders bei beheizten Schwimmbecken darauf zu achten, dass außerhalb des Badebetriebes möglichst wenig Energie verloren geht. Das lässt sich durch hochwertige Poolabdeckungen genauso erreichen, wie durch eine komfortable Poolhalle, die in der Form als Schiebehalle jederzeit ganz oder teilweise geöffnet werden kann. Eine solche Poolhalle macht aus dem freistehenden Außenpool ein zumindest teilweise geschlossenes System, in dem die eingesetzte Energie deutlich besser gehalten werden kann.

So kühlt der Pool beispielsweise über Nacht erheblich weniger aus, als wenn er ständig offen wäre und so durch Verdunstung und Wärmeaustausch ständig Wärmeenergie an die Umwelt abgegeben werden würde. Eine Poolhalle oder zumindest eine gute Poolabdeckung ist also eine sehr sinnvolle Maßnahme zum Einsparen von Energie.

Energieeinsparung Pool – Sinnvoll heizen und lüften

Der Komfort eines beheizten Pools ist unvergleichbar. Bereits im zeitigen Frühjahr lässt sich der Pool mit angenehm warmen Wasser nutzen und das bis in den Spätherbst hinein. Allerdings sollte überlegt werden, welche Poolheizung am sinnvollsten ist. Bewährt haben sich die Wärmepumpen, die die in der Umgebungsluft enthaltene Energie in Wärmeenergie zum Beheizen des Poolwassers umwandeln. Hier ist der Einsatz von Elektroenergie vergleichsweise gering und der Effekt zur Poolheizung überdurchschnittlich hoch. Selbstverständlich kann in geeigneter Lage und bei passenden Witterungsbedingungen auch eine Solarheizung die gute Lösung sein. Weniger sinnvoll ist das Beheizen des Außenpools oder einer freistehenden Poolhalle mit einem Anschluss an die konventionelle Öl- oder Gasheizung. Zwar lässt sich diese Möglichkeit in vielen Fällen recht einfach umsetzen, kostet aber jede Menge Geld. Ist das Schwimmbad in das Haus integriert, kann der Anschluss an die allgemeine Heizung eine machbare Lösung sein, da hier das System eher als geschlossen zu bewerten ist. Allerdings empfiehlt sich auch hier die Installation einer Wärmepumpe, da diese deutlich wirtschaftlicher ist.

Energieeinsparung Pool – Lüften, Kühlen, Trocknen

Wird der Swimmingpool als teilgeschlossenes System beispielsweise in einer Poolhalle oder in einem separaten Raum betrieben, kommen auch Faktoren wie der Lüftung, Kühlung und Lufttrocknung eine große Bedeutung zu.

Wer den Luftaustausch im Poolraum durch einfaches Abführen von feuchter, verbrauchter Luft nach Außen und dem Einführen von Frischluft nach Innen über einfache Ventilatoren regelt, führt damit auch jede Menge Energie ab. Nicht selten ist diese Art und Weise des Luftaustausches mit zusätzlichen Heizkosten verbunden. Sinnvoller ist hier der Einsatz moderner Entfeuchtungsanlagen, die nach dem Prinzip der Wärmepumpen arbeiten und so zusätzlich zur Lufttrocknung auch noch Wärmeenergie erzeugen können.

Für viele Poolbesitzer kann der Sommer dann zur Herausforderung werden, wenn die Außentemperaturen sehr hoch sind und eine geschlossene Poolhalle zum Tropenhaus mutiert. Moderne Poolhallen sind so konzipiert, dass sie zumindest teilweise geöffnet werden können, so dass auch ein angenehmer Luft- und Wärmeaustausch möglich wird. Schiebehallen sind hier für viele Außenpools eine komfortable und sinnvolle Lösung. Ob der Einbau einer klassischen Klimaanlage in die Poolhalle sinnvoll ist, darf besonders aus Sicht des Energieverbrauchs umstritten bleiben.

Energie sparen im Schwimmbad – das können Sie tun

1. Energiesparende Heizsysteme installieren

Für einen beheizten Pool empfehlen sich Wärmepumpen mit ausreichender Leistung und geeignete Systeme für die Solarheizung. Damit lassen sich sowohl das Schwimmbadwasser und bei geschlossenen Poolräumen auch die Umgebungsluft angenehm beheizen.

2. Möglichst geschlossene Systeme schaffen

Unterschiedliche Maßnahmen sind dazu geeignet, aus dem Swimmingpool ein möglichst geschlossenes System zu machen. Die einfachste Form sind hier Schwimmbadabdeckungen, die zumindest bei Nichtgebrauch des Pools dafür sorgen, dass das Poolwasser nicht übermäßig schnell auskühlt. Besonders interessant ist hier der Fakt der Verdunstung. Je hoher die Verdunstung, desto höher in aller Regel auch der Energieverlust.

Die ausgereifte Form der Poolabdeckung ist die Poolhalle in ihren unterschiedlichen Bauformen. Moderne Poolhallen sind zudem mit wärmeisolierenden Baustoffen ausgestattet.
3. Lüftung und Raumklima überwachen

Für geschlossene Poolhallen gilt: Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto höher auch der Wärmeverlust. Besonders dann, wenn angefeuchtete verbrauchte Luft einfach durch Frischluft von außen ersetzt wird. Sinnvoll ist hier der Einsatz moderner Luftentfeuchtungsanlagen, die nach dem Prinzip der wirtschaftlichen Wärmepumpen arbeiten. Es lohnt sich bei privaten Schwimmhallen durchaus, das Raumklima gezielt zu beeinflussen.

4. Möglichkeiten der Isolierung nutzen

Auch für Schwimmbäder gibt es sinnvolle Möglichkeiten der Wärmeisolierung. Diese beginnen bei Poolhallen aus geeigneten Materialien, die dafür sorgen können, dass die Wärmeverluste ähnlich wie bei einem Niedrigenergiehaus in engen Grenzen gehalten werden. Auch wenn die Investitionen für solche Poolhallen etwas größer sind, lohnt sich der Einsatz solcher isolierten Bauweisen bezüglich des Heizaufwandes allemal.

5. Zwischensaison für Modernisierung nutzen

Sicherlich ist die Zeit zwischen Herbst und Frühjahr die beste Zeit, den Pool auf einen modernen, energiesparenden Stand zu bringen. Hier können die geeigneten Maßnahmen für mögliche Umbauten und Modernisierungen in Ruhe geplant und auf den Weg gebracht werden. Während der Einbau energiesparender Technik in der Badesaison eher störend wirkt, ist das zeitige Frühjahr die beste Zeit, um vor dem Beginn der Poolsaison die neue Technik zu beschaffen und zu installieren.

Kommentar abschicken