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Dampfsperre beim privaten Schwimmbad

Dampfsperre beim privaten Schwimmbad

Wer plant, eine eigene kleinere oder größere Schwimmhalle zu bauen, muss an Vieles denken. Neben dem korrekten Bau und der richtigen Abdichtung des Schwimmbeckens selbst, der passenden Klimatisierung, Be- und Entlüftung spielt natürlich in energieintensiven Räumen wie der Schwimmhalle auch die richtige Isolierung eine entscheidende Rolle. Die funktioniert aber nur, wenn auch ein großes Augenmerk auf die Dampfsperre gelegt wird. Neben der Unterstützung der Wärmeisolierung dient die Dampfsperre auch dem Schutz des Mauerwerks und der Verkleidungen innerhalb der Schwimmhalle. Die Dampfsperre sollte daher nicht nur im Bereich der Decke, sondern auch an den Außenwänden richtig montiert werden.

Dampfsperre – Bauwerksteile sicher schützen

Eine Dampfsperre sichert nicht nur die einwandfreie Funktion der in aller Regel außen aufgebrachten Wärmeisolierung, sondern muss vor allem die Bauwerksteile vor Schäden schützen. Zu bedenken ist dabei, dass die relative Raumfeuchte in einer Schwimmhalle etwa doppelt so hoch ist wie in vergleichbaren Wohnräumen. Dazu kommt, dass entsprechend der einschlägigen DIN-Bestimmungen die Oberflächentemperatur aller Bauwerksteile im Inneren einer Schwimmhalle 24° betragen soll.

Die Dampfsperre dient also zum einen der systematischen Wärmeisolierung und auf der anderen Seite dem Schutz der Schwimmhalle vor Bauwerksschäden.

Die Dampfsperre dient also zum einen der systematischen Wärmeisolierung und auf der anderen Seite dem Schutz der Schwimmhalle vor Bauwerksschäden. Dazu ist es erforderlich, dass die Dampfsperre an allen Wänden, Decken und im Dachbereich vollflächig aufgebracht wird. Damit lassen sich auch eventuelle Wärmebrücken in der Konstruktion sinnvoll überdecken.

Dampfsperre-Schwimmbad
Das Wasser verdampft und kann bei Innenpools unangenehm werden (Bild: CC 2.0 – Justin Henry)

Zweck der Dampfsperre ist es in erster Linie, Feuchtigkeit von den Bauwerksteilen fernzuhalten. Damit lassen sich konstruktionsbedingte Schimmelbildung und Durchfeuchtungen der Bauwerksteile sinnvoll verhindern. Das schützt die Schwimmhalle vor erheblichen Bauschäden, die letztlich eine Gefährdung für das Objekt selbst und für die Nutzer bedeuten.

Dampfsperre richtig einbringen

Wie bereits bemerkt, muss eine Dampfsperre innenseitig vollflächig die Bauwerksteile (außer Fenster- und Türöffnungen) überdecken und in sich möglichst luftdicht ausgeführt sein. Dafür sind moderne Materialien und Zubehör erhältlich. Technologisch sinnvoll aufgebaute Dampfsperren lassen sich einfach installieren und machen auch keine Probleme bei der anschließenden Bearbeitung mit Putzen und Farben. Auch bei einer vorgesehenen Vertäfelung mit Holz oder beim Fliesen macht eine sachgemäß eingebrachte Dampfsperre keine Probleme.

Vorausgesetzt die Dampfsperre ist fachlich richtig eingebracht, erfüllt sie im Zusammenhang mit der richtigen Wärmeisolierung die Anforderungen der Energieeinsparverordnung auch für private Schwimmhallen. Dabei ist wie bereits bemerkt vor allem auf den flächendeckenden Bauwerksschutz abzustellen.

Werden Bauexperten nach der Notwendigkeit der Dampfsperre befragt, gibt es in der Regel keine klare Antwort. Hier kommt es immer darauf an, welche Materialien beim Bau der Schwimmhalle verarbeitet wurden und wie diese im Einzelnen und in der Gesamtheit mit der erhöhten Luftfeuchtigkeit in einer Schwimmhalle umgehen. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass die Installation einer Dampfsperre im privaten Schwimmbad niemals falsch sein kann, sondern selbst bei ausreichend feuchtigkeitsabführender Konstruktion immer ein zusätzliches Plus an Sicherheit für das Gebäude und ein Plus an Wärmeisolierung bringt.

Kann auf eine Dampfsperre in der privaten Schwimmhalle verzichtet werden?

Hier wird ein klares Nein die richtige Antwort sein. Unabhängig von der tatsächlichen Beschaffenheit von Dach, Decken, Innen- und Außenwänden bietet die richtig installierte Dampfsperre den professionellen Schutz vor Durchfeuchtungen und entsprechenden Bauwerksschäden. Mit diesem Fakt ist nicht leichtfertig, sondern immer verantwortungsvoll umzugehen.

Wer sich selbst die korrekte Auswahl und Montage der Dampfsperre nicht zutraut oder nicht über einschlägige Fachkenntnisse verfügt, sollte damit unbedingt ein Fachunternehmen beauftragen. Das kann ein örtlicher Bauträger genauso sein wie eine Spezialfirma für Wärmeschutz. Auch viele Fliesenlegerbetriebe und Malerunternehmen verfügen über die notwendige Expertise, um auch in Ihrem Schwimmbad eine ordnungsgemäße und fachgerecht montierte Dampfsperre einzubringen.

Der Experte wird dazu zunächst immer zuerst den Zustand des Bauwerks als Ganzes beurteilen und dabei auch die einzelnen Bauwerksteile einer genauen Prüfung unterziehen. Danach entscheidet sich sowohl die Ausführung des Wärmeschutzes von außen als auch die Gestaltung der Dampfsperre nach innen.

Im Sinne der Bauwerkssicherheit, der Energieeinsparung und der komfortablen Nutzung einer privaten Schwimmhalle sollte immer auch das Thema Dampfsperre sehr genau und fachlich richtig betrachtet werden. Falsche Sparsamkeit führt hier nicht selten zu ernstzunehmenden Schäden, die im Extremfall auch zur bauaufsichtlichen Sperrung und zum Abriss der Schwimmhalle führen können.

In der Regel gilt also: Keine Schwimmhalle ohne Dampfsperre!

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